Referentenprofil
Lasse Berger
Lehrer i.R. · Herausgeber · Übersetzung
Lasse Berger hat zusammen mit Marianne Berger den „Baum der Erkenntnis", „Portfolio in Vorschule und Schule", „Wie kleine Kinder lernen" sowie „Wygotski in der Praxis" mit herausgegeben, übersetzt und für den deutschsprachigen Raum zugänglich gemacht.
Profil
Mein Name ist Lasse Berger, Jahrgang 1949, Lehrer der Sekundarstufe I im Ruhestand.
Ich bin in Stockholm geboren und aufgewachsen. Schon mit acht Jahren wurde ich bei Unga Örnar in Schweden und später bei SJD – Die Falken in Deutschland aktiv. 1970 zog ich nach Wien und arbeitete zweieinhalb Jahre bei der International Falcon Movement – Socialist Educational International.
Von 1972 bis 1979 absolvierte ich mein Lehrerstudium und Referendariat in Bremen und war anschließend 13 Jahre als Lehrer an einer Gesamtschule tätig. Von 1990 bis 2008 leitete ich das Suchtpräventionszentrum Bremen Nord und arbeitete parallel in der Jugendbildungsstätte LidiceHaus in Bremen. In dieser Zeit führte ich zahlreiche Bildungsveranstaltungen mit Jugendlichen und Erwachsenen durch. Von 2008 bis 2011 war ich als Ortsamtsleiter im Ortsamt Burglesum in Bremen tätig.
„Der Baum der Erkenntnis" – aus meiner Perspektive
Seit den 1980er-Jahren organisieren Marianne und ich Studienfahrten zu schwedischen Bildungseinrichtungen und pflegen enge Kontakte zu Praktiker*innen sowie zur Kinder- und Jugendbehörde in Halmstad. Dort entdeckten wir den „Kunskapens Träd" – ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument, das uns sofort überzeugte. Die Idee, Kinder in ihrer Individualität und mit ihren Stärken zu sehen, hat uns so fasziniert, dass wir den „Baum der Erkenntnis" 2003 aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht haben.
Seitdem begleiten wir Einrichtungen dabei, den „Baum der Erkenntnis" als ressourcenorientierte Beobachtungsmethode einzuführen. Als Referent*innen und Fortbildner*innen geben wir unser Wissen weiter und unterstützen Fachkräfte dabei, den Ansatz in der Praxis umzusetzen. Kinder können etwas und darin müssen sie bestärkt werden. Dazu braucht es eine ganzheitliche Sicht auf das Kind. Aus diesem Grund haben viele Kindertageseinrichtungen und einige Grundschulen den „Baum der Erkenntnis" schon als Entwicklungsdokumentation für ihre Kinder eingeführt.
Die positiven Rückmeldungen aus den Einrichtungen, die bereits seit Jahren mit dem Instrument arbeiten, bestärken uns immer wieder darin, unser Engagement fortzuführen.