Referentenprofil

Christiane Stein

Diplom-Sozialpädagogin · Prozessbegleiterin · Fachberaterin

Christiane bringt als Sozialpädagogin Erfahrung in Fachberatung, Prozessbegleitung und der Arbeit mit selbstorganisierten Kindertageseinrichtungen ein. Seit 2018 verantwortet sie die fachliche Weiterentwicklung des „Baum der Erkenntnis".

Christiane Stein

Profil

Mein Name ist Christiane Stein, Jahrgang 1967. Ich bin Diplom-Sozialpädagogin (FH), Fachberaterin und Prozessbegleiterin im Verein Selbstorganisierte Kindertageseinrichtungen e.V. (SOKE e.V.) in Nürnberg.

Nach meinem Studium arbeitete ich zunächst als Erzieherin, doch schnell wurde mir klar: Ich wollte mehr bewegen. Also gründete ich 1996 den SOKE e.V. und baute eine Beratungsstelle für freie Kita-Träger auf, die ich bis heute leite. Die SOKE e.V. unterstützt heute über 100 Mitgliedseinrichtungen und begleitet neue Träger bei der Kita-Gründung.

2008 konzipierte ich den Studiengang „Erziehung und Bildung im Lebenslauf" (EBL) an der TH Nürnberg, wo ich bis 2022 in der Lehre tätig war. Im Jahr 2009 folgte die Gründung des Fortbildungsinstituts „Die Wertstatt – Institut für Neues Lernen", in dem ich bis heute pädagogische Fachkräfte in ihrer fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung begleite.

Für mich ist es immer eine Herzensangelegenheit, Bildung partizipativ und selbstbestimmt zu gestalten – ob in der Praxis, in der Beratung oder in der Lehre.

„Der Baum der Erkenntnis" – aus meiner Perspektive

Für mich sind Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation nicht nur Theorie, sondern Herzstücke meiner pädagogischen Arbeit. Seit über 20 Jahren arbeite ich daran, diesen Ansatz in der Praxis zu verankern, denn ich bin überzeugt: Nur wenn wir Kinder wirklich verstehen, können wir sie auch optimal begleiten.

2005 lernte ich Lasse und Marianne Berger und damit den „Baum der Erkenntnis" kennen. Ihr Ansatz, Kinder in ihren Ressourcen, Strategien und ihrem einzigartigen Weg zu sehen, hat mich sofort begeistert. Der „Baum der Erkenntnis" erinnert uns daran, dass jedes Kind einzigartig ist und genau das brauchen Kinder. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen mit Wertschätzung und Vertrauen begegnen.

Seit 2008 gebe ich mein Wissen als Fortbildnerin an pädagogisches Personal weiter. Es fasziniert mich, wie der „Baum der Erkenntnis" nicht nur die Arbeit mit Kindern, sondern auch die Zusammenarbeit mit Eltern und Teams bereichert. Wenn ich sehe, wie Pädagog*innen und Einrichtungen durch diese Methode neue Impulse gewinnen und Kinder in ihrer Einzigartigkeit noch besser wahrgenommen werden, bestätigt mich das in meiner Überzeugung: Gute Beobachtung und Dokumentation ist kein Selbstzweck – sie ist die Grundlage für eine gelingende, kindzentrierte Pädagogik.

Seit Ende 2018 habe ich gemeinsam mit meinem Mann Michael Resing die Verantwortung für die Weiterentwicklung des „Baum der Erkenntnis" übernommen. Für uns ist das eine Herzensangelegenheit, denn wir möchten, dass dieser Ansatz noch mehr Fachkräfte und Einrichtungen erreicht. Unser Ziel? Eine Pädagogik, die Kinder in ihrer Individualität stärkt und ihnen Raum gibt, sich frei zu entwickeln.